von Br∴ Reinhard G. Lehmann

Vorbemerkung

Die folgenden Thesen sind dem Andenken des am 29. September 2010 in den ewigen Osten vorangegangenen Br. Joachim Dahm gewidmet, der mich als MvSt vor über 20 Jahren in den Freimaurerbund auf- und angenommen hatte. Im brüderlich streitenden Dialog mit ihm sind die folgenden Thesen entstanden.

Die Tradition unserer Großloge hat die Bibel als das Buch des Heiligen Gesetzes und eines der symbolischen ‚drei großen Lichter‘. Insofern sind wir Traditionalisten. Und insofern auch sind diese Thesen und Gedanken nicht zur Diskussion oder Meinungsfindung darüber gedacht, ob wir die Bibel im Freimaurertempel abschaffen oder durch ein weißes Buch ersetzen oder auch gar nichts im Tempel auflegen sollten. Sie sind vielmehr – ganz im Sinne des damaligen Dialogs mit Br. Joachim – als ein Beitrag dazu gedacht, das vielschichtige und unter Freimaurern vielfältig gedeutete, mitunter auch vorurteilsbeladene Thema zu durchdenken und besser zu verstehen.

1. Freimaurerei ist im Prinzip religionsneutral.

Gleichzeitig wird in den meisten freimaurerischen Systemen von ihren Gliedern ein gewisser minimaler Transzendenzbezug erwartet. Dieser Transzendenzbezug ist allerdings in der Regel nicht genauer definiert oder irgendwie vorgeschrieben, sondern findet im Symbol des Großen Baumeisters (wer oder was auch immer das für den einzelnen Bruder sei) seinen ‚unverbindlich–verbindlichen‘ Ausdruck. Die besonderen religiösen Überzeugungen – sofern vorhanden – sind jedem für sich überlassen.

2. Die Bibel ist historisch, kultur-, religions- und literaturwissenschaftlich betrachtet ein altes literarisches Kulturdokument der Menschheitsgeschichte.

Man weiß heute, dass die Bibel auch in ihren ältesten Teilen rund 2000 Jahre jünger ist als die bislang ältesten bekannten Literaturen der Menschheitsgeschichte. Dieses Wissen ist allerdings merklich jünger als die moderne Freimaurerei und letztlich ein Ertrag erst des 19. Jahrhunderts. Kulturhistorisch betrachtet ist die Bibel geprägt durch eine altorientalische und hellenistisch-jüdische Vorstellungswelt, die von der unseren durch den „garstigen Graben der Geschichte“ (Lessing 1777) getrennt ist.

Religionsgeschichtlich betrachtet ist die Bibel oder sind Teile daraus ein Stiftungs- oder Vergewisserungsdokument einiger Religionen (altisraelitisch-judäisch, jüdisch, christlich etc). Das jeweils eigene Profil dieser Religionen kann aber nicht direkt und unmittelbar aus der Bibel allein hergeleitet oder daraus begründet werden, ohne sich der Gefahr des sektiererischen Fundamentalismus auszusetzen. Vielmehr leitet sich die konkrete Erscheinungsform einer auf der Bibel gründenden Religion aus ergänzenden Deutungstraditionen her, die literarisch und historisch außerhalb der Bibel stehen und dieser nachgeordnet sind (Mischnah, Talmud, rabbinische Literatur, Neues Testament, christliche Bekenntnisse wie Nicaenum, Apostolicum, Bekenntnisschriften, etc). Literaturwissenschaftlich betrachtet ist die Bibel ein selektives Konvolut von in ihrer Mehrzahl längst untergegangenen altorientalischen und hellenistisch-jüdischen Literaturen, geschrieben von einem heute unüberschaubaren und großenteils auch anonymen Autorenkollektiv. Dies ist eine unbezweifelbare Tatsache, hinter die man bei intellektueller Redlichkeit heutzutage nicht mehr zurückkann.

Gleichzeitig ist die Bibel ein historisches Dokument, welches die Entwicklung der abendländischen Kultur, aus welcher auch Aufklärung und Freimaurerei hervorgegangen sind, geprägt hat wie kein zweites. Dies kann man zwar aus persönlicher Befindlichkeit beklagen, ist aber als historisches Faktum nicht bestreitbar.

Weiterhin aber war in der Zeit, als sich die moderne Freimaurerei formierte, die Bibel in ihrem älteren Teil (Altes Testament) noch das älteste bekannte Literaturwerk der Menschheitsgeschichte überhaupt und wurde auch von Rationalisten des 18. und 19. Jahrhunderts als solches nicht in Frage gestellt. Die klassisch-antike (griechische und lateinische) Literatur reicht dagegen in ihrem Alter nicht entfernt an die älteste historische und fiktiv-literarische Überlieferung der Bibel heran (sog. Vätergeschichten – das wäre die Zeit des ägyptischen Neuen Reichs). Die ägyptischen Hieroglyphen etwa (und damit die literarische Hinterlassenschaft des alten Ägypten) wurden erst in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts erschlossen, die babylonisch-assyrischen Literaturen in der zweiten Hälfte des 19. Jh., die der anderen alten orientalischen Kulturen noch später.

Die freimaurerische Rolle der Bibel als BdHG kann unter dieser historischen Voraussetzung besser und ohne religiöse oder anti-religiöse Leidenschaften und Impulse verstanden werden.

3. Davon unbenommen bleibt, dass die Bibel oder Teile davon in mehreren großen Religionen der Menschheitsgeschichte als religiöse Gründungsurkunde, als Stiftungsdokument der Gemeinschaft, als Lehrgrundlage oder als Kultobjekt verehrt wird bzw. einen herausgehobenen Rang einnimmt.

Dass dies jedoch nicht Gegenstand maurerischen Denkens und Handelns sein kann, ist schon dadurch deutlich, dass in der Regel zur Aufnahme als Freimaurer kein besonderes religiöses Bekenntnis verlangt wird. Dies kann in manchen Ritualen bei der Initiation eines Suchenden sogar dadurch verdeutlicht werden, dass es auf eine rituell gestellte Frage nach seiner Religion und Parteizugehörigkeit heißt: „Wir wissen es nicht, die Gesetze unserer Bruderschaft verbieten es, danach zu fragen“.

4. Freimaurerisch-symbolisch ist das ‚Buch des Heiligen Gesetzes‘ schon insofern einer religiösen Festlegung enthoben, als der Suchende bei der Aufnahme das Gelöbnis mit der Hand auf dem BdHG ablegt, während er noch die Binde vor den Augen hat.

„Wir legen Ihre rechte Hand auf das Buch des Heiligen Gesetzes.“ Dieser rituellen Szene (vor der Lichterteilung!) kommt große Bedeutung insofern zu, als der Suchende während seines Gelöbnisses und der Aufnahme die Bibel also gar nicht als „Die Bibel“ (gemäß These 3) wahrnehmen, erkennen, verwerfen oder, selbst wenn er es (z.B. als ein gläubiger Christ) wollte, bekennen könnte. Das BdHG ist hier ein Buch, ohne dass auf dessen konkrete Religionsbindung Bezug genommen wird oder überhaupt nur Bezug genommen werden könnte. Der Suchende muss vielmehr darauf vertrauen können, dass es sich dabei um ein symbolisches Buch mit symbolischem Inhalt handelt.

Ein leeres Buch mit weißen Seiten dagegen ist kein Buch und wäre in dieser Situation nichts weiter als ein zusammengebundener Stapel Papier, wäre daher lächerlich und eine Verhöhnung des Suchenden und seines Gelöbnisses.

5. Wer die Bibel aus religiösen oder anti-religiösen Gründen aus dem Freimaurertempel verbannt, unterwirft sich damit dem Diktat von konfessionell-religiösen, biblizistischen oder gar fundamentalistischen Denkmustern und handelt damit in letzter Konsequenz dogmatisch.

Der Bruder Agnostiker, welcher die Bibel im Freimaurertempel ablehnt, handelt daher insofern dogmatisch-fundamentalistisch, weil er indirekt anerkennt, was er direkt zu bestreiten vermeint. Seine Ablehnung leitet sich nämlich aus der Aversion gegen als religiös empfundene Elemente in der Freimaurerei her, wodurch er der Bibel aber zubilligt, doch mehr zu sein als ein altes und traditionsreiches Stück Weltliteratur. Anderenfalls bräuchte er sie ja nicht zu verwerfen. Damit ist er jedoch gleichzeitig einem dogmatischen Vorurteil erlegen.

Der Bruder Christ oder Jude etc. hingegen, der die Bibel im Freimaurertempel ablehnt, handelt dogmatisch-fundamentalistisch, weil er der Bibel eine oder seine speziell christliche (oder jüdische etc) Deutung und Bedeutung auferlegt, die ihr freimaurerisch als eines der drei großen Lichter eben nicht zukommt. Er trägt damit ein dogmatisches oder konfessionell-religiöses Urteil oder Vorurteil in einen freimaurerischen Denkzusammenhang ein, in dem es nichts zu suchen hat. Die besonderen religiösen Überzeugungen eines Bruders gehören bekanntlich nicht, in der Loge diskutiert zu werden.

6. Die Bibel ist ebenso wie Spitzhammer, Winkelwaage und andere freimaurerische Werksymbole aus der direkten Lebenswelt der operativen Maurerei des ausgehenden Mittelalters und der frühen Neuzeit genommen und in eine symbolische, ihrer ursprünglichen Funktion und Bedeutung enthobenen Funktion versetzt und zum symbolischen Werkzeug transformiert worden.

Die „praktische“ Anwendung der Bibel in der Lebenswelt der operativen Maurerei des Mittelalters und der frühen Neuzeit ergibt sich dadurch, dass werkmaurerisches Handeln im Kathedralbau als ein ‚Gottes-Dienst‘ verstanden und vollzogen wurde. Ebenso wenig aber, wie wir im Tempel den handwerklich längst unzeitgemäßen Spitzhammer durch einen Hilti-Meißelhammer, die Wasserwaage durch ein elektronisches Nivelliergerät und den 24-Zölligen durch ein Lasermessgerät ersetzen, wäre es angemessen, die Bibel durch ein anderes, moderneres Buch oder durch ein leeres ‚weißes Buch‘ zu ersetzen.

7. Ein leeres ‚weißes Buch‘, in diesem Sinne als Ersatz für die Bibel als eines der drei großen Lichter in den Freimaurertempel eingeführt, wäre daher das ‚Null-Werkzeug‘ schlechthin.

Neben einem solchen ‚Null-Werkzeug‘ könnten als die anderen beiden ‚großen Lichter‘ allenfalls ein leerer Eimer und ein zerknülltes Papiertaschentuch plausibel sein. Dies würde dem Suchenden wie dem Bruder Freimaurer dann sagen: Hier ist nichts, damit kann man auch direkt nichts anfangen, denn es hat keine Funktion, aber als freier Mann hast Du natürlich das Recht, Dir irgendetwas Beliebiges dabei zu denken.

Weder der Suchende noch der (schon-) Bruder aber würden damit ernst genommen.

Ein weißes Buch ist ein Buch, in dem nichts steht, in dem man nichts lesen kann. Es schweigt mich an, sein Informationswert ist gleich null. Ich kann mich nicht darüber mit meinem Zeitgenossen unterhalten. Es regt mich nicht zum Dialog an. Es fordert mich nicht heraus, zu etwas Stellung zu beziehen. Ich soll selbst etwas hineinschreiben? Es nimmt mir aber den Sinn für das ‚Vorher‘, indem es mich zwingt, ganz auf mich allein gestellt ein ‚Nachher‘ zu produzieren. Es negiert somit jegliche Tradition und mit dieser auch die Kette der Hände durch die Zeiten.

8. Die Bibel ist als symbolisches Buch des heiligen Gesetzes Träger und Quellort der zentralen maurerischer Grundsymbolik. Als solcher eignet sich die Bibel besser als jedes andere religionsgründende Buch zum freimaurerischen Buch des heiligen Gesetzes.

In erster Linie wäre hier an die grundlegende Tempelbausymbolik überhaupt zu denken, sodann aber auch an sämtliche Pass- und Kennwörter der drei blauen Grade (und weit darüber hinaus …). Auch die Werksymbole (Rauer Stein, Kelle etc) sind weitgehend biblisch begründet bzw. werden mit Hilfe biblischer Texte rituell erklärt oder weiter ausgedeutet. Schließlich ist der gesamte Meistergrad (auch in anderen Systemen) ohne seinen biblischen Erzählhintergrund weder wirklich verstehbar noch hätte überhaupt so entstehen können.

Die Bibel ist somit das Fundament, das Grundnarrativ für das Legendenrepertoire der Freimaurerei. Wenn man sie (und die ihr entnommene Grundsymbolik) entfernt, bricht das ganze freimaurerisch-symbolische ‚Tempel‘-Gebäude zusammen. Ein Ausscheiden der biblisch basierten Erklärungen und Deutungen aus den freimaurerischen Ritualen aber würde das Ritual verarmen, es seiner meditativen Bildersprache berauben und es praktisch ad absurdum führen.

9. Wenn man dagegen gemäß der Neufassung der Basic Principles der UGLE von 1989 erlaubt, als BdHG ein anderes „heiliges Buch“ aufzulegen, ist der damit im ersten Anschein schlüssig zum Ausdruck gebrachte Toleranzgedanke nur auf eine andere, problematischere Ebene verschoben, die erneuten Klärungsbedarf weckt.

Wenn bei der Teilnahme von muslimischen, buddhistischen, ‚neuheidnischen‘ oder sonstwie religiösen Brüdern deren jeweiliges „Heiliges Buch“ aufgelegt würde, wäre die Gefahr gegeben, dass der Toleranzgedanke, der damit vordergründig gewahrt und gefördert werden sollte, in letzter Konsequenz pervertiert würde, denn:

a) Die Definition dessen, was das „Heilige Buch“ eines religiösen Sinnstiftungssystems (Religion) sei, kann nur aus der Innenperspektive (‚emisch‘) einer jeden Religion selbst heraus geschehen. Mit einer Definition von außen (‚etisch‘), beispielsweise durch die UGLE, würde sich die definierende Instanz (Großloge etc) selbst die Rolle einer religiösen Über-Instanz anmaßen.

b) So verstandene und praktizierte religiöse Toleranz öffnet daher der Willkür Tor und Tür insofern, als jedwedes von irgendeinem religiösen Bruder gefordertes heiliges, ja im Extremfall sogar nur von ihm allein und persönlich nur als heilig erachtetes Buch prinzipiell den gleichen Anspruch hätte, als eines der großen Lichter der Freimaurerei aufgelegt zu werden.

Dies wäre dann nicht nur wahlweise der Qur’an, das Buch Mormon, oder die Bhagavadgita. Vielmehr könnte dann jeder Freimaurer, der privat ganz zufällig irgendeiner weniger verbreiteten Religion oder einem neureligiösen Kult anhängt, wo es ein (quasi-kanonisiertes) ‚Heiliges Buch‘ gibt, die Forderung aufstellen, dass das Popol Vuh, die Edda, das Kamasutra, die Schriften des Baha’ullah, der Pali-Kanon, das Daodejing, die Avesta oder das Buch der Schatten (Wicca) u.a.m. im Tempel aufgelegt werden sollten.

Dies aber wäre absurd, nicht praktizierbar und ein fatales Missverständnis von Toleranz als Indifferenz und Gleichgültigkeit.

10. Demgegenüber ist eine Toleranz-Zumutung vorzuziehen, die sowohl dem agnostischen als auch dem religiösen Bruder gleichermaßen auferlegt wird, nämlich: die Bibel qua BdHG im Freimaurertempel als das zu akzeptieren, was sie jenseits und vor aller religiösen Inanspruchnahme und Deutung ist:

Ein altes literarisches Kulturdokument der Menschheitsgeschichte (vgl. These 2) und ein Stück freimaurerischer Traditionsgeschichte (These 6).

Eine solche Toleranz-Zumutung erfüllt zweierlei:

a) Sie bindet den Toleranzgedanken dorthin zurück, wo er freimaurerisch hingehört, nämlich in die meditative Sinnreflektion des Rituals selbst, und

b) diese Toleranz-Zumutung kann, ja muß sogar, von jedem Bruder Freimaurer, sei er agnostisch-areligiös, oder sei er Buddhist, Jude, Christ, Muslim, Shintoist, Hindu, Umbanda oder Alt- und Neugnostiker u.a.m., mit dem gleichen (meditativen oder symbolischen) individuellen Toleranz-Aufwand betrieben werden, welcher nichts weiter verlangt, als die spezifisch-religiöse Funktion der Bibel als Stiftungs- oder Grunddokument mehrerer Religionen und die symbolische Funktion der Bibel als eines der drei ‚großen Lichter‘ auseinanderzuhalten.

Dass man Kirche und Loge trennen sollte, ist meine entschiedene Position. Trennung bedeutet aber eben nicht Eliminierung, sondern verständige Reflektion des historisch gewachsenen ‚Grundnarrativs‘ freimaurerischer Symbolik. Anstoß nehmen an der Bibel im Logenraum kann daher nur derjenige, der unwillig oder unfähig ist, den Abstraktionsschritt von der Bibel zum BdHG zu vollziehen, oder der in der Bibel eben doch einen Platzhalter für einen wie auch immer gearteten Einfluss ‚der Kirche‘ sieht – was aber der Kirche zu viel Ehre tut.

Denn die Bibel gibt es ohne die Kirche, die Kirche aber keineswegs ohne die Bibel.

Ergänzende und zusammenfassende Bemerkungen

Die Ablehnung der Bibel durch moderne oder sich den antiken Menschen überlegen dünkende Zeitgenossen richtet sich interessanterweise immer wieder auffällig gegen das Alte Testament, wogegen dann gern der ‚Rabbi Jesus‘ des Neuen Testaments als leuchtendes Vorbild wie vor einer finsteren Folie abgesetzt wird. Das wäre aber impliziter Antijudaismus, zumindest ein hochgradig gefährlicher Marcionismus, der in den argumentativen Strukturen (meist ganz ungewollt!) antijudaistischen bzw. antisemitischen Argumentationsmustern Vorschub leistet.

Meine Position – wenn ich mir etwas wünschen dürfte – ist ganz klar:

In einen Freimaurertempel gehört entweder dasjenige historische Schriftenkonvolut, welches gemeinhin zusammenfassend einfach „Bibel“ genannt wird, und zwar nicht qua Bibel, sondern qua (kulturgeschichtlich eher zufälliger) Quellort freimaurerischer Kernsymbolik. Denn das symbolische Kernrepertoire der Freimaurerei ist ohne die literarischen Traditionen der Bibel (nicht der kirchlichen Traditionen!) historisch überhaupt nicht denkbar.

Oder nichts – gar kein Buch. Nicht aber der faule Kompromiss eines leeren weißen Buches. Besser wäre dann allemal gar kein Buch.

Die beste Wahl aber ist weiterhin eine Bibel.

Dabei gilt es nur eins zu verstehen: Wenn eine Bibel im Freimaurertempel aufliegt, ist es nicht „die Bibel“!

Daraus folgt dann allerdings auch schlüssig, dass eine Bibel im Tempel nicht an einer bestimmten Stelle aufgeschlagen werden sollte, sondern zufällig – denn nicht der konkrete Text ist gemeint, sondern das Buch als historisch-spirituelles Symbol.