Beim traditionellen Jahresempfang im Nürnberger Logenhaus haben Vertreter verschiedener Freimaurerlogen erneut ein soziales Projekt aus der Region unterstützt. Im Mittelpunkt stand diesmal das ambulante Kinder- und Jugendhospizteam Nürnberg, das sich über eine Spendensumme von 10.000 Euro freuen durfte.
Die Festrede hielt die Ehrenamtsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Gabi Schmidt. Sie unterstrich die große Bedeutung des Ehrenamts für Gesellschaft, Staat und den Einzelnen. Deutschland nehme europa- und weltweit eine Spitzenposition beim ehrenamtlichen Engagement ein, Bayern wiederum liege im Vergleich der Bundesländer vorne. Ob Ministrantenarbeit, Freiwillige Feuerwehr oder Obdachlosenhilfe – ohne bürgerschaftliches Engagement würde die Gesellschaft nicht funktionieren, so Schmidt.
Der Distriktmeister der bayerischen Freimaurer, Dr. Volkmar Göbel, erinnerte in seinem Grußwort an einen zentralen Grundsatz der Freimaurerei: „Geht nun zurück in die Welt und bewährt Euch als Freimaurer. Wehret dem Unrecht, wo es sich zeigt, kehrt niemals der Not und dem Elend den Rücken.“ Freimaurer engagierten sich auf vielfältige Weise gesellschaftlich und wollten dazu beitragen, die Welt ein wenig besser zu machen.
Wundervolle Erinnerungen
Cornelia Grötsch vom Hospiz-Team Nürnberg e. V. stellte den Gästen die Arbeit des ambulanten Kinder- und Jugendhospizteams vor. Begleitet werden dort nicht nur Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen, sondern auch Geschwister und Eltern – oft weit über den Abschied hinaus. Der Leitsatz des Hospizteams lautet: „Ich kann vielleicht nicht lange bleiben“, flüstert zu uns der Glücksmoment. „Dafür lege ich euch wundervolle Erinnerungen ins Herz.“
Initiiert wurde der freimaurerische Spendenaufruf von Thomas Schubert, Vorstand der ehrenamtlichen Logenhausverwaltung und Vorsitzender Logenmeister der Johannisloge „Lynkeus der Türmer“. Gemeinsam mit dem Freimaurerischen Hilfswerk sowie den unterstützenden Organisationen und Logen – darunter das Hilfswerk des Bavarian Shriners Club, Bavaleo e. V., die Freimaurerlogen „Jacob DeMolay – Südstern“ und „Luginsland“, die Andreasloge „Ardens“ sowie die Johannisloge „Lynkeus der Türmer“ – kam die Spendensumme von 10.000 Euro zusammen.
Glücksmomente für Herzenskinder
Die Nürnberger Freimaurer hoffen, mit ihrer Unterstützung „ein paar Glücksmomente für Herzenskinder“ ermöglichen zu können. Zum Abschluss griff Thomas Schubert auch die häufig gestellte Frage nach der Freimaurerei selbst auf: „Die Freimaurerei ist keine geheime, sondern eine diskrete Gesellschaft und möchte aus guten Menschen bessere machen. Hierzu arbeitet jeder Freimaurer an seiner positiven Persönlichkeitsentwicklung im Bruderbund.“
Weitere Informationen zu den Nürnberger Freimaurerlogen finden Interessierte auf der Website des Logenhauses Nürnberg. Dort werden auch die einzelnen Logen des Hauses sowie die Freimaurerinnenloge „Aurora“ vorgestellt.